Updated 27.06.07
Coole Sache
798
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Am Samstag den 26.05.07 war ich mit Matthias im Künstlerviertel 798.

Das Viertel liegt in einer alten Fabrikanlage. Gegründet wurde die 1957 und geschlossen im Zuge von Dengxiao Ping's Reformen Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre. Bis 1993-1995 waren die meisten Künstler in der Nähe des Yuanmingyuan (圆明园) angesiedelt, ab 2000 zogen dann immer mehr Künstler in die freien Fabrikhallen. Heute gibt es dort über 30 Gallerien und Arbeitsstädte. Allein schon die Tatsache, dass über 200 weitere Künstler darauf warten in die 798 einzuziehen, zeigt wie angesagt der Ort aktuell unter Pekings Künstlern ist.
Sämtliche Kunst würde ich als ziemlich gut einschätzen, meist handelt es sich um Fotographien und Skulpturen. Oft politisch oder provokant. Nicht so ausgefallen wie viele international bekannte Gallerien (wie etwa Museum of modern art in London), was mir persönlich aber eher recht war. Die Räume mit dem Hinweis "Adults only" habe ich nicht unbedingt vermisst. Die Anlage an und für sich sieht noch großteils wie die alten Fabrikhallen aus und gibt dem Ort wirklich eine geniale Atmosphäre um moderne Kunst zu präsentieren.

Das Viertel liegt im Chaoyang District (朝阳区). Man nimmt die U-Bahn bis Dongzhimen (东直门) und dann Buslinie 915, 918 oder 934 bis Dashanzi (大山子) oder eben ein Taxi für ca. 20 元. 798 kannten die Taxifahrer nicht, aber Dashanzi finden sie ohne Probleme.

Die passenden Fotos gibt es
hier.
MIMA Café
Heute haben wir den Mittag im wohl chilligsten Café Pekings verbracht. Dem MIMA.

Das ArtZine Magazin schreibt sehr zutreffend darüber folgende Zeilen: "if you’re looking for something that seems a little artsy and a little intellectual at the same time, with one of the coolest – or oddest – bathrooms on earth – visit the MIMA Café, one of Beijing’s coolest digs."

Das MIMA liegt am Yuan Ming Yuan (
明园), im Stadtteil Haidan.

Den Artikel aus dem ArtZine Magazin findest man auch
online. Fotos gibt's hier.